Sicherheitsoffensive für und mit SeniorInnen

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Präsentierten am 17. Jänner 2017 die Sicherheitsoffensive für Seniorinnen: Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk, Bürgermeister Siegfried Nagl, Sozialstadtrat Michael Ehmann und Landespolizeidirektor-Stellvertreter Manfred Komericky (v. l.) Foto: Stadt Graz/Foto Fischer

Präsentierten am 17. Jänner 2017 die Sicherheitsoffensive für Seniorinnen: Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk, Bürgermeister Siegfried Nagl, Sozialstadtrat Michael Ehmann und Landespolizeidirektor-Stellvertreter Manfred Komericky (v. l.) Foto: Stadt Graz/Foto Fischer

Die Stadt Graz, die Polizei und deren Sicherheitspartner starten eine Sicherheitsoffensive für und mit SeniorInnen. Die Schwerpunkte liegen auf Wissenstransfer und dem Etablieren von Sicherheitsinseln.

Seniorinnen und Senioren ziehen sich mit zunehmendem Alter oftmals aus dem gesellschaftlichen Leben und aus dem öffentlichen Raum zurück. Die Gründe dafür können Vereinsamung, subjektive Ängste oder Bedenken, die alltäglichen Anforderungen nicht (mehr) meistern zu können, sein. Mit der Sicherheitsoffensive wollen die Stadt Graz, die Polizei und ihre SicherheitspartnerInnen – in diesem Fall die Wirtschaftskammer Steiermark, die Antidiskriminierungsstelle Steiermark, das Institut für urbane Sicherheitsforschung (IFUS) sowie die Alpen-Adria-Universität – diesen Umständen entgegenwirken und SeniorInnen Hilfestellungen in sämtlichen Bereichen bieten. Gleichzeitig werden SeniorInnen verstärkt in diese Form der Sicherheitsarbeit eingebunden. Denn SeniorInnen können mit ihrem Wissen und der Weitergabe dieses Wissens einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit leisten.

Am 17. Jänner 2017 wurde diese Sicherheitsoffensive vom Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, Sozialstadtrat Michael Ehmann, dem stellvertretenden Landespolizeidirektor Manfred Komericky und Josef Herk, Präsident der steirischen Wirtschaftskammer, im Grazer Rathaus präsentiert.

Die Offensive setzt drei Schwerpunkte:

Die Grazer Sicherheitsinseln
Unter dem Motto „Wir helfen!“ weisen Gewerbetreibende ihre Betriebe und Lokale mit einer Plakette als „Sicherheitsinsel“ aus. Damit signalisieren sie, dass Seniorinnen und Senioren, aber auch andere Hilfesuchende, bei ihnen Hilfe erhalten – zum Beispiel, wenn es darum geht, sich ohne Konsumzwang kurz auszuruhen, das WC aufzusuchen oder einen dringenden Anruf zu tätigen. Die teilnehmenden Betriebe und Einrichtungen lassen sich von SeniorInnen zur Qualitätssicherung kontrollieren.

Broschüre „Grauer & Schlauer“
In diesem 52 Seiten starken Druckwerk, das in Zusammenarbeit der SicherheitspartnerInnen entstand, werden maßgebliche Sicherheitsaspekte speziell für SeniorInnen behandelt. Thematisiert werden unter anderem Betrugsformen, von denen diese Altersgruppe besonders häufig betroffen sind, Einbruchschutz und institutionelle Gewalt (Gewalt in der Pflege). Die Broschüre ist im Sicherheitsinformationszentrum Graz (SINFO) in der Keplerstraße 25, bei den SicherheitspartnerInnen und beim Rathausportier erhältlich. Die Broschüre steht auch unter diesem Link zum Download bereit: Grauer&Schlauer

Info-Schwerpunkt im Sicherheitsinformationszentrum Graz (SINFO)
Ab sofort bieten eigens von der Polizei und der Berufsfeuerwehr geschulte Seniorinnen und Senioren jeden Montag von 14 bis 16 Uhr im SINFO (Keplerstraße 25) Gespräche und Beratungen für ihre Altersgruppe an. Zusätzlich fungieren die SeniorInnen als Kontaktpersonen zur anderen SicherheitspartnerInnen. So werden Anliegen auf kurzem Wege an die zuständigen Stellen herangetragen.